Integrationsplattform als Abstraktionsschicht

Vorteile:

  • Flexibles Einbinden und Ausgliedern von Komponenten
  • Wiederverwendbarkeit zentraler Komponenten
  • Dadurch geringere Aufwände bei Anpassungen und Erweiterungen
  • Zuverlässigkeit
  • Managebarkeit
  • Monitoring

Nachteile:

  • initialer Mehraufwand (Entwicklung zentraler Komponenten)
  • ggf. höhere Latenzzeit in der Schnittstelle

Mit Integrationslösungen von QUIBIQ erfolgreich in heterogenen Systemlandschaften

Integration ist der Schlüssel zum Erfolg in heterogenen Systemlandschaften - unabhängig, ob historisch gewachsen oder gezielt modular aufgebaut. Auch in der Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern spielt die Fähigkeit, tragfähige Verbindungen schnell, flexibel und effizient eingehen und auch wieder lösen zu können eine immer entscheidendere Rolle.

Angesichts der neuen Herausforderungen und Möglichkeiten zur Verbindung von Menschen, Systemen und Prozessen muss ein Architekt heute mit einem breiten Spektrum an Integrationstechniken vertraut sein und genau wissen, welche er davon wann optimalerweise einzusetzen hat.

Komplexitätsfalle Punkt-zu-Punkt-Integration


Die traditionelle Lösung für Integrationsanforderungen waren Punkt-zu-Punkt-Verbindungen zwischen den zu integrierenden Systemen.

  • Der Vorteil solcher direkten Verbindungen ist, dass diese einfach und schnell im Bedarfsfall erstellt werden können.
  • Ihr entscheidender Nachteil: sie skalieren nicht. Die Komplexität des Gesamtsystems nimmt bei Punkt-zu-Punkt-Verbindungen mit jeder weiteren Einzelverbindungen exponentiell zu (Spaghetti-Integration-Dilemma).

Was im Einzelfall daher eine schnelle Lösung darstellt, wird als strategischer Ansatz bei Wachstum zur Komplexitätsfalle. 

Ausweg EAI?


Mit dem Aufkommen von EAI-Plattformen verband sich die Hoffnung, einen Ausweg aus dem o.g. Spaghetti-Integration-Dilemma zu finden. Theoretisch reduziert ein EAI-Hub tatsächlich die Komplexität der Integration in einem Hub-and-Spoke-Szenario von n x m auf n Verbindungen. 

Häufig war das Ergebnis von EAI-Projekten aufgrund einer falschen, zugrunde gelegten Architektur jedoch das Gleiche wie bei Punkt-zu-Punkt-Verbindungen (oder sogar schlimmer): Einzelverbindungen nur eben mit einem, zusätzlichen, dazwischengeschalteten Server (Punkt-zu-Hub-zu-Spoke-Integrationsarchitektur).

Auch für EAI-Plattformen gilt: Entscheidend ist nicht das Werkzeug, sondern dessen Verwendung. Die gewählte Architektur innerhalb der EAI-Plattform entscheidet über die Effizienz der darüber zu realisierenden Anbindungen.

Von SOA lernen: Integrationsplattform als Abstraktionsschicht


Abhilfe schaffen lässt sich dagegen durch die konsequente Anwendung der Prinzipien Service Orientierter Architekturen im Bereich der Integration. Leitidee einer SOA ist:

  • die lose Kopplung
  • gekapselter Komponenten
  • über dynamische Bindungen.

Überträgt man diesen Ansatz auf die Konzeption einer Integrationsplattform, wird diese zu einer Schicht, welche Anwendungen, Systeme und Prozesse

  • zu Bausteinen einer übegreifenden IT-Struktur (Enterprise Architecture) abstrahiert und
  • gleichzeitig die Glueware für deren Verknüpfung liefert (in Form von zentralen Diensten etc.).

Dahinter verbirgt sich dann auch keine bestimmte Technologie mehr wie WebServices, XML etc.. Vielmehr ergibt sich daraus ein Muster für die Gestaltung besserer Integrationslösungen.

Hybride Integrationsarchitekturen sichern Mehrwert in unterschiedlichen Szenarien


Die Ausgestaltung der Integrationslösung als Abstraktionsschicht bietet zunächst große Vorteile:

  • Flexibilität: flexibles Einbinden und Ausgliedern angebundener Komponenten 
  • Wiederverwendbarkeit zentraler Komponenten
  • Dadurch geringere Aufwände bei Anpassungen und Erweiterungen
  • Zuverlässigkeit: zentrale Gewährleistung der Erfüllung von Anforderungen an Performanz, Verfügbarkeit etc. 
  • Managebarkeit: zentrales Steuern
  • Monitoring: zentrales Auswerten von Bewegungsdaten und Prozessen (Process Intelligence)

Diese Vorteile müssen jedoch im Einzelfall abgewogen werden gegen die damit verbundenen Nachteile:

  • Mehraufwände für den Aufbau der zentralen Komponenten
  • Overhead bei der Nachrichtenaufbereitung (Trennung von Nachrichten und Metainformationen für das Routing etc.), aber auch
  • Ressourcenverbrauch in der Schicht (Latenzzeiten bei hohen Performanzansprüchen)

Erst auf der Grundlage dieser Abwägung kann im Einzelfall die richtige Entscheidung für das eine und gegen das andere Architekturmuster getroffen werden und im Ergebnis zu einer bedarfsgerechten, hybriden Architektur kombiniert werden.

Gerne beraten wir Sie hierbei individuell.

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