Die beiden Unternehmen kennen und schätzen sich seit vielen Jahren. Aus gegenseitigem Vertrauen sollte daher kein schneller Deal werden. Neben Strategie und fachlicher Ergänzung stand deshalb eine entscheidende Frage im Raum: Passen die Unternehmenskulturen auch so gut zusammen, dass Kunden und Mitarbeitende langfristig profitieren?

Warum dauerte die Entscheidung mehr als ein Jahr? Was verändert sich durch den Zusammenschluss – und was soll bewusst bleiben? Und weshalb war die kulturelle Passung am Ende ebenso wichtig wie das gemeinsame Leistungsportfolio?

Darüber spricht Anja mit Lukas Henkel, Geschäftsführer der QUIBIQ Hamburg, und Robert Fels, Geschäftsführer von contiva.

Warum dieser Zusammenschluss?

Anja: Ihr kennt euch schon seit vielen Jahren. Wann wurde aus dem guten Kontakt die ernsthafte Idee, ein gemeinsames Unternehmen zu werden?

Lukas: Tatsächlich ist das ein Prozess, der über mehr als ein Jahr gereift ist. Solche Entscheidungen trifft man nicht zwischen zwei Meetings.

Wir haben uns in der Hamburger Geschäftsführung – gemeinsam mit Christian Brückner und Christoph Hanser – immer wieder die Frage gestellt, wie wir QUIBIQ für die Zukunft noch besser aufstellen können.

Unsere Kunden erwarten heute mehr denn je ganzheitliche Lösungen. Microsoft, SAP, Azure, KI, Datenplattformen und Integration wachsen immer stärker zusammen. Gleichzeitig werden Projekte größer und komplexer.

Uns war deshalb klar, dass wir wachsen wollen. Aber nicht um jeden Preis und nicht mit irgendeinem Partner. Wir suchten ein Unternehmen, das uns fachlich ergänzt und zugleich ähnlich auf Kunden, Mitarbeitende und Zusammenarbeit blickt.

Mit contiva haben wir genau diesen Partner gefunden. Ein Unternehmen mit hoher fachlicher Kompetenz, einer ähnlichen Haltung und Menschen, mit denen wir uns eine gemeinsame Zukunft vorstellen können.

„Wir wachsen nicht, um größer zu sein. Wir wachsen, um für unsere Kunden besser zu werden.“

– Lukas Henkel

Robert: Bei uns war die Situation fast spiegelbildlich. contiva hat sich in den vergangenen Jahren sehr gut entwickelt. Gleichzeitig stößt jedes Unternehmen irgendwann an Grenzen – sei es bei der Größe von Projekten, beim Aufbau neuer Kompetenzen oder bei der Geschwindigkeit, mit der sich neue Technologien entwickeln.

Mit QUIBIQ haben wir einen Partner gefunden, der genau dort ergänzt, wo wir gemeinsam stärker werden können.

Und das Beste daran: Wir müssen dafür nichts aufgeben, was unsere Kunden an uns schätzen.

Wie alles begann

Anja: Ihr kennt euch schon seit vielen Jahren. Wie eng war der Austausch bereits vor dem Zusammenschluss?

Robert: Auf Geschäftsführungsebene standen wir schon lange im regelmäßigen Austausch. Wir haben über Entwicklungen im Markt gesprochen, Erfahrungen geteilt und verfolgt, wie sich das jeweils andere Unternehmen entwickelt.

Mit der Zeit wurde immer deutlicher, dass wir viele Gemeinsamkeiten haben – fachlich, aber vor allem menschlich.

Lukas: Genau das war einer der entscheidenden Punkte. Technologien kann man aufbauen. Prozesse kann man verändern.

Eine Unternehmenskultur entsteht über Jahre.

Deshalb war für uns die Frage nach den gemeinsamen Werten mindestens genauso wichtig wie die fachliche Ergänzung.

Warum hat die Entscheidung über ein Jahr gedauert?

Anja: Die fachliche und persönliche Passung war offenbar früh vorhanden. Was musste trotzdem über ein Jahr lang geklärt werden?

Lukas: Weil wir diese Entscheidung verantwortungsvoll treffen wollten. Wir mussten nicht mehr herausfinden, ob wir uns sympathisch sind. Die entscheidende Frage war, ob ein gemeinsames Unternehmen auch im Alltag funktioniert.

Ein solcher Schritt betrifft schließlich nicht nur uns als Geschäftsführer, sondern vor allem unsere Mitarbeitenden, Kunden und Partner. Deshalb haben wir sehr konkret darüber gesprochen, wie wir künftig Entscheidungen treffen, Verantwortung verteilen und mit Veränderungen umgehen wollen. Und natürlich mussten wir prüfen, ob unsere Vorstellungen für die nächsten Jahre wirklich übereinstimmen.
Ein gutes Gefühl ist dafür ein wichtiger Anfang, aber noch keine ausreichende Entscheidungsgrundlage.

Robert: Je besser man sich kennt, desto ehrlicher muss man hinschauen. Wir wollten nicht nur über die Chancen sprechen, sondern auch über die Punkte, an denen unterschiedliche Erwartungen oder Reibung entstehen könnten.
Deshalb haben wir miteinander gearbeitet, offen diskutiert und unsere Vorstellungen abgeglichen, anstatt einfach davon auszugehen, dass es schon passen wird.
Das hat Zeit gebraucht. Heute beruht unsere Entscheidung dafür nicht auf einer Momentaufnahme. Wir wissen, wie die jeweils andere Seite arbeitet, wie wir schwierige Fragen miteinander klären und was wir von einer gemeinsamen Zukunft erwarten. Deshalb können wir heute mit voller Überzeugung sagen: Es passt.

Was bedeutet das für eure Kunden?

Anja: Was werden eure Kunden von dem Zusammenschluss konkret merken und was soll sich für sie ganz bewusst nicht verändern?

Robert: Ehrlich gesagt gar nicht so viel – und gleichzeitig eine ganze Menge. Uns war wichtig, dass unsere Kunden sich nicht erst durch neue Strukturen arbeiten oder fragen müssen, wer künftig für sie zuständig ist. Daher ja: Das Persönliche bleibt. Die Ansprechpartner bleiben. Projekte laufen weiter. Unsere Zusammenarbeit bleibt genauso direkt und partnerschaftlich wie bisher.

Neu ist, dass wir künftig auf deutlich mehr Kompetenzen zurückgreifen können.

Mit QUIBIQ gewinnen wir zusätzliches Know-how in Microsoft, Azure, KI und moderner Integration. Gleichzeitig können wir auf Expertinnen und Experten aus der gesamten Gruppe in Hamburg, Berlin, Stuttgart und Rottweil zurückgreifen.

Dadurch werden wir belastbarer, können größere Projekte übernehmen und unsere Kunden langfristig noch umfassender begleiten.

„Unsere Kunden behalten den Partner, den sie kennen – gewinnen aber die Möglichkeiten einer deutlich größeren Organisation hinzu.“

– Robert Fels

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5 Fakten über contiva

  • Seit fast 20 Jahren Spezialist für SAP Integration und Business Process Integration.
  • Sitz in Hamburg.
  • Geschäftsführer: Robert Fels.
  • Langjährige Erfahrung in der Umsetzung komplexer Integrationsprojekte.
  • Ab sofort Teil der QUIBIQ Gruppe und gemeinsam einer der führenden Multi-Vendor-Integrationsexperten Europas.

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Was gewinnt QUIBIQ?

Anja: Lukas, Wo erweitert contiva QUIBIQ ganz konkret und was könnt ihr gemeinsam besser als bisher?

Lukas: contiva ergänzt unser Portfolio genau dort, wo wir uns gezielt verstärken wollten.

Wir gewinnen ausgewiesene SAP-Expertise, zusätzliche Partnerschaften und ein erfahrenes Team. Damit erweitern wir unser Leistungsportfolio erheblich und können unsere Kunden künftig technologieübergreifend begleiten – unabhängig davon, ob die Herausforderung im Microsoft-, SAP- oder Integrationsumfeld liegt.

Für unsere Kunden bedeutet das kürzere Wege, mehr Know-how und ein noch stärkeres Team.


Gab es auch Sorgen?

Anja: Gab es trotz der guten Voraussetzungen Momente, in denen ihr gezögert habt?

Robert: Natürlich. Fachlich hatte ich allerdings wenig Zweifel. Entscheidend war für mich eine andere Frage: Passen die Menschen und die Art der Zusammenarbeit zusammen?
Heute bin ich davon überzeugt. Beide Unternehmen treffen Entscheidungen auf kurzen Wegen, arbeiten direkt miteinander und verstehen Kunden als langfristige Partner auf Augenhöhe.

Das kann man nicht vertraglich festlegen. Es muss im Alltag passen.

„Nicht die Technologien haben den Ausschlag gegeben, sondern die Menschen.“

– Robert Fels

Wie haben eure Mitarbeitenden reagiert?

Anja: Wie haben die Teams die Nachricht aufgenommen?

Lukas: Mit vielen Fragen, aber insgesamt sehr offen. Natürlich wollten die Mitarbeitenden wissen, was sich für sie verändert und wie die Zusammenarbeit künftig aussehen wird.

Gleichzeitig haben wir schnell gemerkt, dass die Neugier größer ist als die Unsicherheit. Viele freuen sich auf neue Kolleginnen und Kollegen, zusätzliches Know-how und gemeinsame Projekte.

Die kulturelle Nähe zeigt sich bereits in den ersten Begegnungen. Das macht den gemeinsamen Start deutlich leichter.


Wie haben eure Kunden reagiert?

Anja: Ihr habt bereits mit vielen Kunden gesprochen. Welche Reaktion ist euch besonders in Erinnerung geblieben?

Robert: Viele haben unmittelbar gesagt: „Das macht euch stärker.“ Diese Klarheit hat mich tatsächlich überrascht und sehr gefreut.
Die Kunden haben schnell verstanden: Ihre vertrauten Ansprechpartner bleiben, gleichzeitig erhalten sie Zugang zu mehr Know-how, Ressourcen und Technologien.

Für uns war das der wichtigste Test. Der Zusammenschluss klingt nicht nur strategisch sinnvoll. Unsere Kunden erkennen darin einen konkreten Vorteil für ihre Projekte.

Diese Rückmeldungen bestätigen uns, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben.

Der Blick nach vorn

Anja: Wenn ihr ein Jahr vorausblickt: Worauf freut ihr euch am meisten?

Robert: Auf die ersten gemeinsamen Projekte. Ich freue mich auf den Moment, in dem sich die neuen Kolleginnen und Kollegen nicht nur kennenlernen, sondern zusammen an einer konkreten Aufgabe arbeiten. Dann wird sichtbar, was durch den Zusammenschluss möglich wird.

Lukas: Für mich liegt die Chance darin, QUIBIQ als gesamte Gruppe weiterzuentwickeln: mit zusätzlichen Kompetenzen in Hamburg, engeren Verbindungen zwischen den Standorten und neuen Möglichkeiten für unsere Kunden und Mitarbeitenden.
Größe allein ist kein Ziel. Entscheidend ist, was dadurch möglich wird. Wenn unsere Kunden anspruchsvollere Projekte umsetzen können und unsere Mitarbeitenden neue Perspektiven gewinnen, dann hat der Zusammenschluss erreicht, was wir uns davon versprechen.

„Die richtige Größe entsteht nicht durch mehr Menschen. Sie entsteht durch die richtigen Menschen.“

– Lukas Henkel